Betriebe stilllegen oder Stickstoffbrecher einsetzen?

11 Juli 2022

Lesezeit: 4 minutes

Das Stickstoffproblem in den Niederlanden ist groß, sehr groß! Die unlängst angekündigten Maßnahmen zur Problemlösung richten sich überwiegend auf die Stilllegung von Betrieben. Etwas, das nach Meinung von Lise van Dijk, die ihre Studie zur Reduzierung der Stickstoffemissionen in der Region Salland vor Kurzem abgeschlossen hat, auch anders gehen kann. Es gibt ihrer Meinung nach außerordentlich gute geeignete Lösungen. „Wenn alle Landwirte eine innovative Technik wie den Stickstoffbrecher Gazoo einsetzen würden, muss niemand mehr enteignet werden.“ Lise berichtet über ihre Studie und die Ergebnisse.

Stikstoffemissionen reduzieren in Salland

Lise ist nicht nur Milchviehhalterin, sie studiert auch im 8. Semester an der Aeres Hogeschool. Zum Semesterende beendet sie ihr Studium. Während der beiden letzten Semester absolvierte sie ein Praktikum bei JOZ und seit Ende Juni arbeitet sie regulär als Junior Consultant und IT-Expertin bei JOZ. Während ihres Praktikums untersuchte Lise die Möglichkeiten, die Stickstoffemissionen in der Region Salland zu reduzieren.

„Eines der Regio-Teams der Provinz Overijssel trat mit der Frage an uns heran, wie die Stickstoffemissionen in Salland um 30 % verringert werden können“, berichtet Lise. „Um dies zu beantworten, habe ich im März 2022 mit meiner Studie angefangen. Die Ergebnisse dieser Studie sind sehr interessant, sicher auch im Hinblick auf die landesweit angekündigten Maßnahmen.“

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Stilllegen oder Stickstoffbrechter?

Lise untersuchte die Menge der Stickstoffemissionen in Salland. Dafür nutzte sie unter anderem Daten der Provinz Overijssel. „Ich habe mir die Anzahl der Milchvieh haltenden Betriebe und die durchschnittlichen Emissionen angesehen“, beschreibt sie ihre Vorgehensweise. „Für eine deutliche Reduzierung der Emissionen könnte man Betriebe stilllegen. Man kann aber auch den Stickstoffbrecher Gazoo einsetzen. Diese beiden Optionen habe ich bei meiner Studie verglichen. Das Ergebnis: Die Kostendifferenz ist außergewöhnlich hoch.“

„Wenn der Staat sich ausschließlich auf Ausstiegsprämien und die Stilllegung von Betrieben als Maßnahme für eine Emissionsreduzierung um 30 % richten würde, würde dies in Salland 146 Milchvieh- und 17 Mastschweinebetriebe betreffen“, erläutert Lise. „Das kostet den Staat alleine für die Entschädigung des Bodenwerts (bei einem Durchschnittswert von 63.700 EUR/ha) und der Schweinerechte mindestens 581 Millionen Euro. Wenn man stattdessen auf mehreren Betrieben einen Gazoo aufstellt um die gleichen Reduktionsziele zu erreichen, würde das den Staat nur 91 Millionen Euro kosten.“

„Neben Entschädigungszahlungen für das Land, fallen für den Staat auch noch Zahlungen für die Tiere, die Gebäude und beispielsweise die Düngerechte an“, ergänzt Lise. „Diese Kosten habe ich meiner Studie nicht berücksichtigt, da sich wegen der Vielfalt der Gebäude kein Durchschnittswert ermitteln lässt. Dies bedeutet jedoch, dass die Kosten im Falle einer Stilllegung mit Ausstiegsprämie deutlich über 581 Millionen Euro liegen. Dadurch ist der Einsatz des Gazoo noch viel attraktiver.“

Vertrauen und Verantwortung

Im April stellte Lise die Ergebnisse ihrer Studie dem Regio-Team von Salland vor. „Das Team war von den Ergebnissen sehr positiv überrascht“, berichtet sie. „Es ist noch nicht klar, ob die Provinz Overijssel etwas mit meinen Ergebnissen unternehmen wird, aber wir von JOZ haben ihnen, wie auch immer, die Augen geöffnet.“

‘„Wo wir schon bei den Kolleginnen und Kollegen von JOZ sind: Ich habe mich so gefreut, dass ich bei JOZ ein Praktikum machen konnte und auch jetzt weiter mit diesen netten Menschen arbeiten kann. Ich landete in einem kleinen, aber sehr verbundenen Team, das sich vollständig auf den Stickstoffbrecher konzentriert hat. Ich hatte intern Kontakt zu Monteuren, Entwurfszeichnern, IT-Spezialisten, dem Projektkoordinator und dem Produktleiter. Ein Team, von Menschen, die sich alle enorm einsetzen und es mir von Anfang an ermöglicht haben, Arbeiten selbstständig anzugehen. Ich erhielt sofort Vertrauen und große Verantwortung. Bei JOZ habe ich mich vom ersten Tag an als vollwertige Mitarbeiterin und nicht als Praktikantin gefühlt.“

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