Kuhgesundheit und Fruchtbarkeit durch bessere Stallhygiene erhöhen?

3 August 2022

Lesezeit: 4 minutes

Für gesunde und fruchtbare Kühe spielt die Stallhygiene eine wichtige Rolle. Durch Präventionsmaßnahmen im Bereich Hygiene können Probleme wie Euterentzündungen, Klauenkrankheiten und Fruchtbarkeitsstörungen verhindert werden. Wie hängt die Hygiene mit der Kuhgesundheit und der Fruchtbarkeit zusammen? Und was kann man machen, damit die Stallhygiene möglichst optimal ist?

Hygiene und Fruchtbarkeit

In einem früheren Artikel haben wir dich über den Einfluss des häufigen Futteranschiebens auf die Kuhgesundheit informiert. Deine Fütterungsstrategie hat nämlich einen unmittelbaren Einfluss auf Risikofaktoren wie Klauenkrankheiten und Mastitis. Jedoch spielt neben einer gut durchdachten Fütterungsstrategie auch die Stallhygiene eine wichtige Rolle, um Fruchtbarkeitsstörungen und andere Erkrankungen bei Kühen zu verringern.

Bakterien sind die Bösewichter in jedem Stall. Sie verursachen Euterentzündungen und Klauenkrankheiten. An Mastitis erkrankte Kühe haben eine deutlich verringerte Fruchtbarkeit und sind anfällig für verfrühte Abkalbungen. Achte daher darauf, dass der Bakteriendruck, beispielsweise in den Liegeboxen der Kühe, möglichst gering bleibt. Je weniger Bakterien in der Liegebox, desto weniger Bakterien in der Zitze. Und somit ein geringeres Krankheitsrisiko. Du sparst dadurch auch Geld, denn eine Mastitis kostet dich schnell 120 Euro per Kuh und Jahr.

Belüftung

Eine gute Belüftung kann einen Beitrag zu einer optimalen Stallhygiene leisten. Durch die Belüftung bleibt die Luftfeuchtigkeit niedrig und trocknen die Liegeplätze schneller, wodurch Krankheitserreger sich weniger leicht verbreiten können.

Die Stalltemperatur sollte in etwa der Außentemperatur entsprechen. Um dies zu erreichen, kann man an warmen Tagen am besten einen mechanischen Ventilator nutzen. Und bei Frost? Dann muss Zugluft vermieden werden, da Kühe darauf empfindlich reagieren.

Genügend Licht im Stall

Außerdem ist eine gute Beleuchtung im Stall wichtig. Mit einer guten Ausleuchtung behält man den Überblick und kann die Tiergesundheit, das Brunstverhalten und die Stallhygiene besser erkennen und beurteilen.

Ziel sollte eine Beleuchtung mit einer Lichtstärke bis 200 Lux über 16 – 18 Stunden sein. Vergiss die Farberkennung nicht. Damit kannst du Farbveränderungen z.B. am Euter leichter erkennen. Auch sollte der Stall möglichst gleichmäßig ausgeleuchtet werden, ohne dunkle Schattenstellen. Mit einer guten Stallbeleuchtung förderst du die Futteraufnahme, Milchproduktion und Fruchtbarkeit der Kühe.

Fütterung und Futteraufnahme

Und natürlich die Futterzusammensetzung und Futteraufnahme. Intelligentes Füttern ist der Schlüssel für einen gesunden Tierbestand, eine bessere Energiebilanz und eine höhere Fruchtbarkeit. Vor allem bei hochtragenden Kühen muss eine negative Energiebilanz verhindert werden. Die Aktivität der Eierstöcke und der Eisprung selbst sind in hohem Maße von dem Ausmaß und der Dauer der negativen Energiebilanz abhängig. Eine negative Energiebilanz erhöht auch das Risiko von Gebärmutterentzündungen, Nachgeburtsverhalten, Labmagenverlagerungen oder Ketose. Krankheiten mit negativer Auswirkung auf die Fruchtbarkeit und Milchproduktion. Wusstest du übrigens, dass eine an Ketose erkrankte Kuh Kosten von etwa 130 Euro im Jahr verursachen kann, eine an klinischer Ketose erkrankte sogar 150 Euro?

Warte daher nicht bis eine Kuh krank wird, sondern vermeide es. Zu Beginn der Laktation muss die Futterration energiereich sein (am besten reich an Glukose und pansenbeständiger Stärke), wobei aber die Raufutterversorgung wegen der Gefahr einer Pansenazidose nicht außer Acht gelassen werden darf. Eine Pansenübersäuerung (Pansenazidose) kann nämlich Folgen haben:

  • Verringerte Futteraufnahme
  • Erhöhtes Risiko von Leberentzündungen und Klauenrehe
  • Niedrigere Milchleistung

Auch hierbei kann es schnell teuer werden. Rechne mit etwa 210 Euro je erkranktem Tier.

Sauber und trocken

Wir von JOZ schwören natürlich auf „sauber und trocken“. Reinige die Liegeboxen regelmäßig, mache schmutzige und nasse Ecken sauber und sorge für trockene Stallböden. Ein regelmäßiges Reinigen des Stallbodens ist wichtig, um das Bakterienwachstum einzudämmen. Dadurch bleiben die Klauen und Euter sauber, und wird das Infektionsrisiko reduziert.

Lass den Gülleschieber oder Entmistungsroboter regelmäßig seine Arbeit erledigen. Mit diesen Lösungen verbesserst ­­­­­­­­du die Stallhygiene und damit auch die Gesundheit deiner Kühe.

Kreislauf-Landwirtschaft

Das Konzept der Kreislauf-Landwirtschaft, bei der sich alles um die Kuh dreht, ist die Grundlage der Lösungen von JOZ. Intelligente Lösungen im Bereich Hygiene, wie das regelmäßige Abschieben der Böden oder der Einsatz eines Entmistungsroboters sorgen für saubere Stallböden und damit für einen hohen Tierkomfort.

Mit unseren Lösungen, die für jeden Bodentyp geeignet sind, arbeitest du effizienter und verbesserst du die Tiergesundheit und damit die Fruchtbarkeit deiner Kühe. Wir denken gerne mit dir mit, wie du die Hygiene in deinem Stall verbessern kannst.

Kuhgesundheit

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