Pansenazidose verhindern? Häufiges Futteranschieben könnte eine Lösung sein

1 November 2023

Lesezeit: 3 minutes

Pansenazidose ist ein häufig beobachtetes Problem bei Milchkühen und kann erhebliche gesundheitliche Folgen haben. Daher ist es wichtig, den pH-Wert so stabil wie möglich zu halten. Wie kommt es zur Übersäuerung des Pansens? Und welchen Einfluss hat ein häufigeres Anschieben von Futter auf die Inzidenz?

Wie kommt es zur Übersäuerung des Pansens?

Bei Kühen entsteht Pansenazidose, wenn der pH-Wert im Pansen gestört wird und zu niedrig ist. Bei Werten unter 5,8 kommt es zu einer Übersäuerung des Pansens. Es gibt aber auch Forscher, die bei der Definition der Pansenazidose von einem niedrigeren pH-Wert ausgehen.

Eine Übersäuerung des Pansens kann jederzeit auftreten und verschiedene Ursachen haben. Zum Beispiel:

  • Falsches Futter: Eine der Hauptursachen für die Übersäuerung des Pansens ist ein Futter mit zu viel Stärke und Zucker. Insbesondere wenn Kühe zu viele schnell verdauliche Kohlenhydrate aufnehmen, kann es zu einer schnellen Fermentierung im Pansen und einem Absinken des pH-Werts kommen.
  • Nicht genug Ballaststoffe: Ein ballaststoffreiches Futter, z. B. Raufutter, ist für eine gesunde Pansenfunktion unerlässlich. Zu wenig Ballaststoffe können den pH-Wert im Pansen negativ beeinflussen.
  • Futteraufnahme: Bei Kühe, die zu wenig oder zu schnell fressen, besteht ein höheres Risiko der Pansenübersäuerung. Eine unregelmäßige Futteraufnahme kann den pH-Wert im Pansen stören.
  • Stress: Stress, z. B. Veränderungen beim Futter oder Hitzestress, kann den pH-Wert im Pansen stören.

Folgen der Pansenazidose

Die Pansenazidose ist mit hohen Kosten verbunden. Untersuchungen zeigen, dass eine Kuh mit Pansenazidose im Durchschnitt 2,7 kg weniger Milch pro Tag gibt. Diese Milch enthält auch weniger Fett (-0,3 %) und Eiweiß (-0,12 %).

Darüber hinaus hat die Übersäuerung auch langfristige Folgen, da die Kuh anfälliger für Krankheiten wie Klauenlähmung und Sohlengeschwüre wird sowie eine verminderte Fruchtbarkeit aufweist. Als Viehhalter willst du daher alles tun, um diesen Zustand zu verhindern.

Häufiges Futteranschieben

Um eine Pansenazidose zu verhindern, ist es wichtig, dass die Kühe Raufutter mit einer guten Struktur und hohen Qualität erhalten.

Sorge dafür, dass deine Kühe immer frisches Futter am Fressgitter vorliegen haben. Wenn häufiger gefüttert und angeschoben wird, kommen die Kühe öfter zum Fressgitter und fressen sie ruhiger. Das Anschieben zu festen Zeiten und von nicht zu großen Mengen verhindert eine übermäßige Futteraufnahme. Außerdem werden die Kühe weniger selektiv.

Eine gleichmäßigere Futteraufnahme verhindert Schwankungen des pH-Werts. Mit einem Futteranschieberoboter wie dem Moov 2.0 wird das Futter automatisch und kontinuierlich angeschoben, und die Kühe haben rund um die Uhr Zugang zu frischem Futter. Dies führt im Vergleich zu einem eingeschränktem Anschieben von Futter zu einer höheren Futtereffizienz, wodurch die Gefahr der Pansenazidose verringert und die Milchleistung erhöht wird.

Ausreichend sauberes Trinkwasser

Achte außerdem genau auf das Trinkwasser. Zugang zu ausreichendem und hochwertigem Wasser ist ein Grundbedürfnis der Kühe. Für den Erhalt einer gesunden Pansenfunktion brauchen Kühe ausreichend Trinkwasser. Wasser regt die Speichelproduktion an, die den pH-Wert des Pansens reguliert. Es beeinflusst die Pansenfunktion, die Futteraufnahme und die Milchleistung.

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