Wechselnde Wetterbedingungen: Worauf musst du achten?
9 Februar 2024
Lesezeit: 4 minutes
Ein strenger Winter mit Frost oder ein glühend heißer Sommer mit Temperaturen über 30 °C: Wechselnde Wetterbedingungen können sich auf deine Tiere, deinen Stall und deine Geräte auswirken. Was kannst du im Winter und Sommer tun, um Probleme im Stall zu vermeiden? In diesem Artikel geben wir dir eine Reihe von Tipps.
Deine Stallroutine anpassen
Derzeit ist Winter und es gibt Tage und Nächte mit Temperaturen unter 0 °C. Ist es extrem kalt? Dann solltest du gut aufpassen. Denn bei strengem Frost besteht die Gefahr, dass die Gülle auf Spaltenböden und Wasserleitungen einfriert. Zum Glück kannst du das durch einige Anpassungen deiner Stallroutine verhindern.
Tipps bei Frost
Hast du einen Entmistungsroboter wie den Barn-E, JOZ-Tech oder Nano im Stall? Dann empfehlen wir dir, in den kälteren Tagen und Nächten, den Entmistungsroboter nach Möglichkeit etwas öfter seine Runden drehen zu lassen. Auf diese Weise reduzierst du das Risiko, dass die Gülle auf dem Stallboden gefriert, so weit wie möglich. Beim Nano und JOZ-Tech schaltest du die Sprühfunktion aus, damit das Wasser nicht gefriert. Beim Barn-E ist es übrigens auch möglich, bei Frost und Schnee die Außenrouten abzuschalten.
Verwendest du Gülleschieber, um die Böden im Stall trocken und sauber zu halten? Auch dann gilt: Setze die Schieber ein bisschen öfter als sonst ein.
Achtung: Verwendest du auch einen Moov 2.0 in deinem Stall und fährt dieser auch im Außenbereich? Halte diese Flächen dann frei von Eis, Schnee und Schlamm.
In kalten Wintern lauert zusätzlich die Gefahr von eingefrorenen Wasserleitungen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, diese zu isolieren. Denke auch an das Umlaufsystem. Hast du ein sogenanntes „Heizband“ um deine Rohre angebracht? Dann solltest du kontrollieren, ob es funktioniert. Dies gilt auch, wenn du einen Heizkessel zur Warmwasserbereitung verwendest. Funktioniert dieser richtig? Und wird die gewünschte Temperatur erreicht?
Wir empfehlen außerdem, häufiger eine Runde durch den Stall zu machen und dafür zu sorgen, dass die (einzelnen) Tränkebecken nicht einfrieren. Stehen pro Gruppe mehrere Tränkebecken zur Verfügung? Dann kannst du einige der Becken abdecken, sodass die anderen Tränkebecken intensiver genutzt werden.

Kälte und Tiergesundheit
Tiere reagieren auf die Wetterbedingungen. Bei kaltem und frostigem Wetter kann die Körpertemperatur, besonders von kranken Kühen, die viel liegen, leichter sinken. Auch junge Kälber verlieren schnell Wärme, weil ihre Pansenfunktion noch nicht ausgereift ist. Verwende darum eine Kälberdecke für zusätzliche Wärme.
Und die gesunden Tiere? Im Prinzip können gesunde erwachsene Kühe gut mit der Kälte umgehen, aber Vorsicht: Sie brauchen mehr Energie, um ihre Körpertemperatur zu halten.
Sorge also dafür, dass ihnen rund um die Uhr frisches Futter zur Verfügung steht. Das automatische Anschieben von Futter hilft, die Futteraufnahme zu erhöhen, was besonders an kalten Tagen wichtig ist. Achtung: Fährt der Moov 2.0 auch im Außenbereich? Dann halte die entsprechende Fläche frei von Eis, Schnee und Schlamm.
Tipps für die Sommermonate
Nicht nur Kälte, sondern auch Hitze kann Einfluss auf deine Kühe haben. Schon ab einer Temperatur ab 20 °C können sie unter der Hitze leiden. Welche Maßnahmen kannst du im Stall ergreifen, um das zu verhindern?
- Sorge für eine gute Stallbelüftung. In einem kühlen Stall bleibt die Luftfeuchtigkeit niedrig und die Kühe können ihre Wärme besser abgeben
- Sorge dafür, dass die Temperatur im Stall so weit wie möglich der Außentemperatur entspricht (z. B. mit einem mechanischen Ventilator)
- Achte auf die Tränkebecken: Reinige sie an wärmeren Tagen häufiger, am besten täglich
- Sorge für ausreichend frisches und sauberes Trinkwasser: An heißen Tagen kann der Trinkwasserbedarf um bis zu 50 % steigen
- Passe deine Fütterungsstrategie an: Lasse die Kühe bei Weidehaltung nachts nach draußen gehen und halte sie tagsüber im Stall
- Füttere mehrmals täglich, um Gärung zu verhindern, am besten an den kühlsten Momenten
Wir empfehlen dir außerdem, in den Sommermonaten auf deine Stallroutine zu achten. Wenn möglich, sollte der Entmistungsroboter zum Beispiel die Bereiche zusätzlich besprühen, die zum Eintrocknen neigen. Für den Barn-E gilt: Passe die Routen an die nassen und trockenen Bereiche im Stall an. So kannst du die besonders trockenen Stellen anfeuchten, indem du Wasser aus den Trinkbecken über den Boden schüttest.
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