„Es ist jetzt viel ruhiger im Stall, das hatten wir gleich gemerkt“
75 Milchkühe
Moov 2.0
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Durch automatisches (und dadurch häufigeres) Anschieben des Futters wird nicht nur die Futteraufnahme der Kühe erhöht, auch für den Milchviehhalter wird es einfacher. Das kann Milchviehhalter Wim de Lange aus Steenwijk zu 100 % bestätigen. Seit März 2023 haben er und seine Frau Jeanet in ihrem Stall einen Moov 2.0 im Einsatz. „Es ist ein faszinierendes Gerät. Mit dem Wissen von heute hätten wir ihn schon viel früher anschaffen sollen.“
Zeit für Automatisierung
Wim und Jeanet bewirtschaften gemeinsam einen Milchviehbetrieb mit 75 Kühen. Darüber hinaus haben sie 30 Hektar Grünland und bauen sie auf 6 Hektar Mais an. „1996 haben wir den Hof von meinen Eltern übernommen, aber da wurde schon nicht mehr gemolken“, berichtet Wim. „Wir haben damals mit 18 Kühen angefangen und jedes Jahr welche dazu gekauft. So haben wir über die Jahre viel investiert, um einen gut laufenden Milchviehbetrieb auf die Beine zu stellen. Jetzt haben wir 75 Kühe und 50 Jungrinder. Weiter haben wir den Liegeboxenlaufstall renoviert und einen neuen Melkstand gebaut. Angesichts unseres Alters und der aktuellen Verordnungen hoffen wir, noch einige Jahre mit viel Freude auf diese Art weiter wirtschaften zu können.“
Das Anschieben des Futters war früher eine ziemlich arbeitsintensive Aufgabe. Zum Futteranschieben hatten wir nämlich nur einen Schlepper zur Verfügung, da der Stall einen schmalen Futtertisch hat und Wim nicht mit dem Schlepper und einem Blockverteilwagen über das Futter fahren wollte.
Er erklärt das so: „Wir haben nicht nur zweimal täglich gefüttert, sondern das Futter auch mehrmals täglich mit demselben Schlepper und einem angetriebenen Futterband angeschoben. Aber auch für andere Arbeiten auf dem Hof nutzten wir diesen Schlepper. Die Folge: ein einziges An- und Abhängen. Erst wollten wir einen weiteren Schlepper dazu kaufen, aber die, die in Frage kamen, sind schwer zu bekommen und sehr teuer. So haben wir über einen Futteranschieberoboter nachgedacht.“

Futteranschieberoboter vergleichen
Auf ihrer Suche nach einem geeigneten Futteranschieberoboter haben Wim und Jeanet verschiedene Roboter angeschaut und miteinander verglichen. Schon schnell zeigte sich, dass der Moov 2.0 am besten zu ihren Wünschen und zu ihrem Stall passt. „Wir kannten JOZ bereits von den Gülleschiebern. Ein Kollege hat einen Spaltenschieber von JOZ und ist damit sehr zufrieden. Aber wir wollten uns natürlich auch die Produkte anderer Hersteller ansehen, um die richtige Wahl treffen zu können.“
Der Moov 2.0 wurde aber schnell zum Favoriten, unter anderem wegen seines kuhfreundlichen Designs und der elektrisch angetriebenen Trommel. „Die elektrisch angetriebene Trommel hat mich direkt angesprochen. Da wir auch ein hydraulisch angetriebenes Futterband haben, weiß ich aus Erfahrung, dass das Futter dann gleichmäßiger am Fressgitter vorgelegt wird. Außerdem wird die Route des Roboters durch die Transponder im Boden gesteuert. Bei anderen Robotern war das nicht der Fall, da mussten zum Beispiel Endstreifen auf dem Futtergang aufgestellt werden. Ein Nachteil, finde ich.“
Auch die große Kuhfreundlichkeit gab einen Ausschlag. „Eine Kuh muss gerne ans Fressgitter kommen und darf keine Angst vor dem Futteranschieberoboter haben. Darum bin ich auch kein Befürworter der Stromstoßfunktion, die ich schon mal bei einem anderen Roboter gesehen haben. Aufgrund seines Designs braucht der JOZ-Roboter das überhaupt nicht, denn die Kühe reagieren sehr positiv auf den Roboter. Sie haben keine Angst und gehen gerne ans Fressgitter.“
Höheres Tierwohl und eine höhere Milchleistung
In den vier Monaten, in denen der Moov 2.0 jetzt im Einsatz ist, merkt Wim bereits deutliche Verbesserungen hinsichtlich der Tiergesundheit und der Milchleistung. „Unsere Kühe hatten manchmal Probleme mit den Vordergliedmaßen. Aber da erkenne ich schon jetzt eine Verbesserung. Sie müssen sich nicht mehr so strecken, um ans Futter zu kommen, und dadurch werden die Vorderbeine weniger stark belastet. Sie kommen leichter heran. Und sie wissen natürlich auch genau: Es liegt immer Futter bereit. Das ist auch für die rangniedrigere Kühe eine gute Sache. Darüber hinaus ist es auch um einiges ruhiger im Stall und am Fressgitter. Das haben wir gleich gemerkt. Weiterer Vorteil von der Ruhe im Stall ist, dass ich brünstige Kühe leichter erkenne.“






Auch die Katzen sind glücklich
Und nicht nur die Kühe sind froh. Auch die Katzen freuen sich über den Moov. „Was ich auch noch Schönes erzählen will: Wir haben hier drei Katzen. Anfangs hatten wir befürchtet, dass die Katzen vielleicht vom Roboter angefahren würden, aber… Die Katzen sitzen immer wieder oben auf dem Roboter und lassen sich schön hin- und herfahren. Eine sitzt glatt sechs Stunden am Tag oben drauf. Lustig, oder?“
Öfter Anschieben ohne zusätzlichen Aufwand
Wim berichtet, dass es auch bei der Milchleistung Verbesserungen gibt. „Seit wir den Moov 2.0 haben können die Kühe immer fressen. Wir sehen bereits jetzt, dass dadurch die Milchleistung gestiegen ist. Eine gute Leistung.“
Dennoch nennt Wim die Arbeitserleichterung, die ihm der Roboter verschafft, den größten Vorteil. Der Moov 2.0 nimmt ihm viel Arbeit ab. „Wir füttern zweimal täglich, daher mussten wir früher 10-15 Mal am Tag das Futter selber anschieben. Jetzt, wo das automatisch passiert, haben wir die Frequenz auf ein Mal je Stunde bei den Kühen und auf alle zwei Stunden beim Jungvieh erhöht. Und während der Fütterungszeit steht der Roboter zwei Stunden still. Dadurch können wir noch häufiger Futter anschieben, ohne dass wir dadurch zusätzliche Arbeit haben.
Wim weiter: „Wenn ich dann mal einen Tag weg will, macht der Roboter weiter seine Arbeit. Das gibt auch uns viel mehr Ruhe. Man kann einfach weggehen, während die Arbeit nach wie vor erledigt wird. Mit dem Wissen von heute hätten wir ihn schon viel früher anschaffen sollen.“
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