Landwirte brauchen uns jetzt
14 Dezember 2022
Lesezeit: 5 minutes
Das Jahr 2022 war ein überaus ereignisreiches Jahr. Viehalter wurden im vergangenen Jahr mit strengen Stickstoffrichtlinien konfrontiert. Und JOZ hat in diesem Jahr gewaltige Fortschritte erzielt. „Denn gerade jetzt brauchen uns Landwirte mehr denn je“, erklärt Arend Kuperus, CEO von JOZ. Er berichtet über die innovativen Höhepunkte des Jahres 2022 und gewährt einen Vorausblick, was wir im kommenden Jahr von JOZ noch erwarten können. Interessiert?
Innovationen, die Auszeichnungen verdienen
Einer der absoluten Höhepunkte des Jahres 2022? Die Markteinführung des Stickstoffbrechers Gazoo. „Aktuell werden bereits 8 dieser Stickstoffbrecher auf Bauernhöfen eingesetzt“, so Arend. „Das finden wir großartig, denn von allen Maschinen auf dem Markt bietet der Gazoo die größte Stickstoffreduktion.“
Nicht umsonst wurde JOZ 2022 für verschiedene Auszeichnungen im Bereich Innovationen nominiert. Dazu gehörten beispielsweise der Agribusiness Award von Boerenbusiness sowie die Top-100-Innovationen der niederländischen Handelskammer. JOZ gewann sogar den Publikumspreis für den besten Entrepreneur des Jahres von EY. „Ich bin froh, dass die Branche den Mehrwert unserer Innovationen begreift“, erklärt Arend stolz. „Ich freue mich auch, dass wir schon seit 70 Jahren die Arbeit von Viehhaltern in mehr als 30 Ländern einfacher, tierfreundlicher und sauberer gestalten.“

Was macht die Politik?
Mit dem Stickstoffbrecher haben Viehhalter ein Produkt, mit dem sie sämtliche Richtlinien erfüllen können. „Die Viehhalter wollen natürlich wissen, ob die Politik Innovationen als Lösung für das Stickstoffproblem akzeptiert, bevor sie Investitionen tätigen“, gibt Arend zu bedenken. „Wir warten also auf grünes Licht aus Den Haag, damit wir noch viel mehr Bauern dabei helfen können, ihren Stickstoffausstoß zu senken.“
Arend glaubt, dass die Chance auf politische Einsicht groß ist. „Minister Adema möchte Innovationen zulassen; ich gehe also davon aus, dass die eine große Rolle spielen werden. Die Frage ist nur: Wie werden die Richtlinien schlussendlich durchgesetzt? Ich rechne damit, dass die Durchsetzung der Richtlinien enorm an Bedeutung gewinnen wird, wodurch die Landwirte in dieser Hinsicht noch mehr gefordert sein werden. Ich erwarte nämlich, dass die Beweislast bei den Viehhaltern liegen wird.“
Echtzeitmessungen
Was genau bedeutet es, wenn die Beweislast bei den Landwirten liegt? „Dann müssen die Landwirte genau aufzeigen können, wie viel Stickstoff ihr Betrieb ausstößt“, erklärt Arend. „Das ist im Moment sehr kompliziert und geschieht auf Grundlage von allerlei Berechnungen. Genau deshalb wollten wir bei JOZ auf diesem Gebiet eine Lösung finden. Deshalb arbeiten wir hart an der Entwicklung von intelligenten Sensoren, mit denen man diese Art von Emissionen präzise messen kann.“
Die Sensoren bewegen sich auf einer Art Schiene durch den Stall und zeichnen Daten auf. Dies tun sie alle 5 Minuten. Diese Daten werden dann automatisch an die Cloud gesendet, sodass Landwirte die Zahlen jederzeit überprüfen können. Arend: „Es sind also Echtzeitmessungen. Dadurch sieht man beispielsweise leicht, ob die Emissionen in bestimmten Stallbereichen höher sind als in anderen, weil dort vielleicht ein eiweißreiches Produkt verfüttert wird. Landwirte, die genau wissen, welche Auswirkungen beispielsweise Futter auf die Emissionen hat, haben mehr Möglichkeiten, diese zu steuern.
JOZ plant, die Sensoren im Januar 2023 auf den Markt zu bringen.
Fullwood JOZ
2022 gab es noch einen weiteren wichtigen Höhepunkt. Im Juni haben wir nämlich das international tätige Unternehmen Fullwood übernommen. Durch diese Übernahme entstand neben JOZ eine neue Marke: Fullwood JOZ. „Über Fullwood JOZ bieten wir vollständig integrierte Melklösungen an“, so Arend. „Damit ist unser Sortiment noch umfangreicher.“
„Auch als Fullwood JOZ werden wir uns in den nächsten Jahren intensiv um Produktinnovationen bemühen“, so Arend weiter. „Unsere Entwicklungen im Bereich Datenerfassung und Sensorik sind auch für dieses Unternehmen enorm interessant.“ JOZ und Fullwood JOZ stärken sich also gegenseitig ungemein. Dies macht uns für unsere Kunden auch immer mehr zu einem ‚One-Stop-Shop‘.“
Wir sind dabei, neue Standorte zu eröffnen, beispielsweise im Bedrijvenpark Agriport in Middenmeer. „Wir gehen davon aus, dass die ersten Melkroboter dort bereits im Januar vom Fließband rollen werden“, sagt Arend. „Durch die Eröffnung mehrerer neuer Standorte können wird bald doppelt so viele Roboter produzieren.“
Neue Produkte im Jahr 2023
Und wo wir gerade von tollen Zahlen sprechen, auch von unseren Entmistungsrobotern haben wir 2022 eine Rekordzahl produziert. Arend: „Die Nachfrage nach ihnen ist enorm. Deshalb haben wir auch zwischen 30 und 40 Prozent mehr Roboter hergestellt.“
„Wir treiben die Entwicklung natürlich an allen Fronten weiter“, führt Arend weiter aus. „Schließlich wollen wir, dass unsere Produkte immer optimal auf die Bedürfnisse der Landwirte abgestimmt sind und die Prozesse immer effizienter werden. Und dies auf beiden Seiten des Fressgitters. Im zweiten Quartal 2023 bringen wir deshalb einen neuen, kleineren Entmistungsroboter auf den Markt. Dieser ist genauso leistungsstark wie sein großer Bruder, aber um einiges wendiger. Wir arbeiten außerdem an einem neuen Fütterroboter und planen die Markteinführung eines Einstreuroboters für das letzte Quartal 2023.“
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