„Ich will Bürger und Bauern zusammenbringen“
Fleckvieh
Bed & breakfast
Flexschieber
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Vor ungefähr zwei Jahren waren wir das letzte Mal zu Besuch beim Milchviehhalter Rens Kooijman. Damals berichtete er uns über die beste Methode zur Stallreinigung. Wie geht es ihm heute? Wie hat sich sein Milchviehbetrieb entwickelt? Welche Entscheidungen hat er getroffen und worauf liegt sein derzeitiger Fokus? Rens erzählt uns mehr darüber.
Freiheit
In zwei Jahren kann viel passieren. Das zeigte sich bei unserem Gespräch mit Rens. Der Milchviehhalter ist inzwischen Vater geworden, und auch das zweite Kind kündigt sich bereits an. „Das Schönste, was es gibt“, strahlt Rens. „Es ist einfach toll, zu sehen, wie mein Sohn täglich mit seinem Dreirad seine Runden über den Hof dreht. Kurz guckt er bei den Kälbern rein, dann geht es zu den älteren Tieren. Ich freue mich wirklich, dass wir dieses Leben unseren Kindern mitgeben können. Diese Art der Freiheit ist unbezahlbar.“
Mehr Rendite bei bleibender Tierzahl
Was die Anzahl Kühe betrifft, ist der Betrieb von Rens nicht so stark gewachsen. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass er stehengeblieben ist. „Vor etwa sechs Jahren habe ich mein persönliches Zukunftsbild zu Papier gebracht,“ erklärt Rens. „Darin habe ich allgemein beschrieben, wie ich mich und meinen Betrieb entwickeln will. Der Fokus liegt dabei nicht darauf, immer mehr Tiere zu halten, sondern mit dem vorhandenen Tierbestand eine höhere Rendite zu erzielen. Das ist eine Herausforderung. Dies ist der Weg, der zu mir passt.“
„Vor allem will ich erreichen, dass Bürger und Bauern zusammengebracht werden. Den Menschen zeigen, wie es hier läuft. Auf dieses Ziel richten wir unsere betrieblichen Aktivitäten aus. Wir haben beispielsweise einen Hofladen eröffnet und man kann in unserem Bed & Breakfast übernachten.“

Hofladen
Im Hofladen verkaufen Rens und seine Familie eine Vielzahl von Produkten, die von ihren Zweinutzungskühen stammen. Rens: „Wir haben 20 Käsesorten ‚Beemster kaas‘ im Sortiment. Unsere Milch wird zu diesen Käsen verarbeitet. Wir verkaufen auch hofeigenes Fleisch von unseren Tieren, selbstgemachtes Eis und sogar Taschen aus dem Leder unserer Kühe.“
„Wir nutzen die ganze Kuh. Jahrelang sorgen wir gut für unsere Tiere und geben ihnen am Ende eine schöne Bühne“, erklärt Rens weiter. „Ich habe mich daher auch ganz bewusst für eine Zweinutzungsrasse entschieden, damit wir nicht nur ihre Milch nutzen, sondern am Ende auch ihr Fleisch und ihre Haut.“
„Unsere Fleckviehkühe setzen das Gras sowohl in Milch als auch in Fleisch um. Das Futter unserer Kühe ist außerdem möglichst natürlich und aus eigenem Anbau. „Wir verfüttern möglichst wenig Nebenprodukte wie Mais oder Pressschnitzel. Dafür verfüttern wir möglichst viel Gras – und das schmeckt man auch.“






Die Kluft schließden
‘Mensen zijn steeds meer op zoek naar lokale producten’, vertelt Rens. ‘We hebben dan ook de hele dag door mensen o„Viele Verbraucher sind auf der Suche nach regionalen Produkten,“ weiß Rens. „Wir haben daher auch den ganzen Tag Besucher auf dem Hof. Das finden wir sehr gut, aber die Besucher kommen nicht von selbst. Dafür mussten wir einiges tun. Indem wir nämlich verschiedene Veranstaltungen anbieten. „Beispielsweise einen Tag der offenen Tür mit Livemusik, einen Grillabend und einen Bauernmarkt. Oder ein Diner zwischen den Tieren, bei dem ein Koch mitten zwischen den Kühen ein 4-Gänge-Menü aus überwiegend unseren hofeigenen Produkten zubereitet.“
Neben der Arbeit auf dem Hof, im Hofladen und mit den Veranstaltungen, betreibt der Milchviehhalter auch noch ein Bed & Breakfast. „Diese Aufgabe übernimmt überwiegend meine Frau und meine Mutter. Neben einem Bett und einem leckeren regionalem Frühstück bekommen unsere Gäste auch eine umfassende Hofführung. Wenn sie Lust haben, können sie auch bei der Arbeit mithelfen. Es ist sehr schön, wenn wir auf diese Art die Kluft zwischen Bauern und Verbrauchern schließen können.“
Saubere Ställe und wenig Wartung
Als wir Rens vor zwei Jahren besuchten, berichtete er über den geschlossenen Boden in seinen Ställen. „Als Milchviehhalter weißt du, dass es eine echte Herausforderung ist, den Stallboden sauber zu bekommen. Das gelingt uns aber zum Glück mit den Flexschiebern von JOZ noch immer sehr gut. Wir streuen die Boxen mit Langstroh ein, daher ist es wichtig, dass die Schieber viel Masse mitnehmen können. Da der Schieber so schmal ist, nimmt er nur wenig Stroh mit zurück. Perfekt für meinen Stall.“
„Es hat sich auch gezeigt, dass wir uns für ein System entschieden haben, das nicht schnell verschleißt. Das liegt an dem Antrieb der Kette. Bei den meisten Systemen muss man die Kettennüsse jedes Jahr ersetzen, aber das brauche ich jetzt überhaupt nicht mehr. Super!“
Die Zukunft
Wie sieht die Zukunft von Rens und seinem Betrieb aus? Rens: „Es ändert sich unglaublich viel hinsichtlich der Vorschriften und Richtlinien für landwirtschaftliche Betriebe. Die Betriebe finden gute Lösungen, um den Stickstoffausstoß zu reduzieren, beispielsweise mit dem Stickstoffbrecher Gazoo von JOZ. Jedoch ändert sich die Agrarpolitik dauernd, und das macht es so schwer, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Trägt ein neuer emissionsarmer Stallboden wirklich ausreichend zur Senkung des Stickstoffausstoßes bei? Schließlich will man keinen kompletten neuen Boden einbauen, nur um hinterher zu merken, dass die Reduzierung nicht ausreicht“.
‘I„Langfristig würde ich gerne mit Entmistungsrobotern arbeiten, wenn die dafür sorgen können, dass der Stall weniger Emissionen verursacht. Für meinen Stall bräuchte ich allerdings eine kompakte Variante, sonst passt es nicht.“ Okay Rens, ist notiert. Erik Danes kommt dich bald besuchen, um zu sehen, was sich machen lässt.




