„In Sachen Innovation sind wir in den Niederlanden echte Vorreiter“

14 Dezember 2021

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2021 war ein bewegtes, aber auch sehr fruchtbares Jahr für JOZ. „Corona hat unsere Systeme und unsere Kommunikation komplett verändert“, erklärt Arend Kuperus, CEO von JOZ. „Aber in der Zwischenzeit haben wir unsere Produktionskapazität deutlich ausgebaut und großartige Lösungen wie den Stickstoffbrecher Gazoo auf den Markt gebracht. Ein wirklich fantastischer Höhepunkt.“ Wird JOZ diese positiven Entwicklungen im Jahr 2022 fortsetzen und in welchem Bereich liegt der Schwerpunkt? Arend Kuperus blickt zurück und berichtet von seiner Zukunftsvision.

Stikstoff brechen

Nach der Markteinführung 2020 hat JOZ im Jahr 2021 den ersten Gazoo Stickstoffbrecher auf einem landwirtschaftlichen Betrieb installiert. Mit dem Gazoo können Landwirte den Stickstoffausstoß reduzieren und zugleich selbst Kunstdünger herstellen. „Im Jahr 2022 werden wir den Gazoo groß herausbringen“, sagt Arend Kuperus. „Die Nachfrage in den Niederlanden ist unglaublich groß, und das gilt auch für Länder wie Deutschland, die Schweiz, Frankreich und Kanada.“

„Auch in diesen Ländern ist das Stickstoffproblem größer als erwartet, und der Gazoo stellt die ideale Lösung dafür dar. Zur Entwicklung dieser Innovation haben wir uns tiefer in den Prozess eingetaucht, um das Problem des Viehwirts umzukehren. Normalerweise verflüchtigt sich Stickstoff, aber mit dem Gazoo haben wir ein Produkt entwickelt, das dem Landwirt einen zusätzlichen Mehrwert bietet.“

Auf dem Bild: Geschäftsführer Arend Kuperus vor dem Gazoo mit in der einen Hand ein Glas mit dünner Phase und in der anderen eins mit dem Kunstdünger (Biogrow)

Die Investition in Innovation schnell verdienen

JOZ ist ein innovatives Unternehmen, aber daneben auch sehr marktorientiert. „Das bedeutet, dass wir die Entwicklungen auf dem Markt konstant beobachten und somit auf unsere Endverbraucher hören“, erläutert Arend Kuperus. „Beim Gazoo hat das zu dem Ergebnis geführt, dass wir nicht nur eine großartige technische Lösung entwickelt haben, sondern dass der Landwirt das System auch in der Praxis tatsächlich gut einsetzen kann. Darüber hinaus kann der Landwirt seine Investition in die Innovation schnell wieder verdienen. So steigern wir die Effizienz.“

‘Bei JOZ möchten wir gerne zur Lösung des gesellschaftlichen Problems beitragen, und das tun wir mit dem Gazoo. Mit der Entwicklung dieser Innovation zeigen wir, wie innovationsstark der niederländische Agrarsektor ist und dass er sogar in der Lage ist, Probleme selbständig und systematisch zu lösen.’

Die Niederlande: Vorreiter in Sachen Innovation

„Wenn es um Innovationen im Bereich Viehwirtschaft geht, sind wir in den Niederlanden echte Vorreiter“, meint Arend Kuperus. „Nicht umsonst werden niederländische Spezialisten aus anderen Ländern um Hilfe gebeten. Die Niederlande sind das Vorbild für Länder wie Deutschland und Frankreich. Sogar in Amerika sieht man fast ausschließlich Roboter aus Europa. Auch darum ist es bedauernswert, dass die Politik kaum Beachtung dafür findet. Die Politik möchte die Landwirte freikaufen, doch damit werden sie nur ins Ausland verjagt, und die Niederlande verarmen. Das ist keine Lösung.“

Neue Entwicklungen und Lösungen

Wie können wir das Problem dann lösen? „Durch Innovation“, sagt Arend Kuperus. „Um dazu in der Lage zu sein, muss man sich als Unternehmen kontinuierlich weiterentwickeln. Bei JOZ arbeiten wir an mehreren schönen Projekten, und auch im Jahr 2022 werden wir auf jeden Fall wieder neue Lösungen auf den Markt bringen. So arbeiten wir beispielsweise an einem automatischen Einstreuer. Mithilfe dieser Innovation kann man die feste Phase der Gülle automatisch einstreuen und entsprechend als Bio-Bedding nutzen. Ein tolles Produkt, mit dem wir dem Landwirt wieder ein Stück Routinearbeit abnehmen.“

Darüber hinaus arbeitet JOZ an der Entwicklung verschiedener Sensoren zur Produkterweiterung. „Diese Sensoren bringen wir demnächst zum Beispiel an unseren Entmistungsrobotern an, die sowieso schon rund um die Uhr im Stall sind“, erklärt Arend Kuperus. „Mithilfe dieser Sensoren können wir alle möglichen Informationen sammeln, die nützlich für den Viehwirt sind. Denkbar sind Daten über den Zustand des Stalls, den Ammoniakgehalt, die Luftfeuchtigkeit und so weiter.“

„Derartige Informationen werden für Agrarbetriebe immer wichtiger, weil die Gesetzgebung zunehmend strenger wird. Mithilfe der Sensoren erhält man demnächst eine Liste von Daten, die als Nachweise dienen. Und damit kann man sich das Leben als Viehwirt ein Stück leichter machen.“

Den Landwirten das Leben erleichtern

JOZ entwickelt sich also ständig weiter. Arend Kuperus: „Wir beobachten den Markt und den Endverbraucher. Das tun wir bereits seit 75 Jahren und wollen noch mindestens 75 Jahre lang weiter machen. Wir wollen der Marktführer sein, und zwar sowohl vor als auch hinter dem Fressgitter. Dafür passen wir unsere Produkte an den Bedarf an, erleichtern den Landwirten das Leben und machen die Prozesse effizienter. Auf diese Weise tragen wir dazu bei, dass sich die landwirtschaftlichen Betriebe verändern und wachsen und dass wir in den Niederlanden Vorreiter bleiben“.